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Kontrolle über die (eigenen) Emotionen

Mittwoch, 26. September 2018

Immer wieder werde ich in Diskussionen verwickelt, weil sie sich die Besitzer ihrem Pferd gegenüber schuldig fühlen. Weil sie verärgert sind, weil sie frustriert sind, weil sie schnell die Geduld verlieren oder weil sie das Pferd touchieren müssen, damit es hört. Kurz gesagt: wer seine Emotionen nicht im Griff hat, hat immer wieder Schuldgefühle.

Doch leider sind die Emotionen nicht kontrollierbar! Wir können nur versuchen in jeder Situation gelassen zu bleiben und mit Ruhe in der Situation verharren, bis sie gelöst ist. Das ist sehr schwierig und klappt nicht von heute auf morgen. Wenn wir uns wieder einmal nicht im Griff haben, ist es wichtig, sich beim Pferd zu entschuldigen, sich zu sammeln und zur Ruhe kommen und die Übung zu einem späteren Zeitpunkt oder an einem anderen Tag wieder zu versuchen.

Sind wir mit (negativen) Emotionen geladen, versteht das Pferd nicht, was wir von ihm wollen. Unser Tun ist dann meist auch zu streng und zu hart. Aus einem Klaps wird schnell eine Bestrafung.. Bleiben wir emotionslos können wir dem Pferd unmissverständlich klar machen, was Sache ist und was wir gerne von ihm möchten ohne dass sich das Pferd bestraft oder schlecht behandelt fühlt. Und natürlich ist touchieren nicht gleich touchieren. Ein Pferd soll niemals unter Strafe oder Gewalt leiden! Aber manchmal ist ein Touchieren einer bestimmten Körperstelle notwendig, um verstanden zu werden. Wenn ich ein Körperteil des Pferdes bewegen möchte, versuche ich das immer erst über meine Körperenergie. Versagt diese, helfe ich mit dem Stick nach, bis sich die Stelle bewegt. Dabei bleibe ich aber emotionslos und warte, bis das Pferd reagiert.

Kriegen wir unsere Emotionen in den Griff und lernen geduldig mit unseren Pferden umzugehen, werden sich unsere Schuldgefühle zurück ziehen.

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