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Dehnungshaltung und Spannungsbogen

Mittwoch, 26. September 2018

Wer sein Pferd lange gesund erhalten und reiten möchte, kommt nicht drum herum, sein Pferd nach biomechanischen Grundsätzen zu trainieren. Wie sich ein Pferd zu bewegen hat ist eigentlich allen Pferdemenschen klar, nur der Weg dorthin gestaltet sich manchmal etwas schwierig.

 

Ich als Horsemanship Trainerin finde es ganz schlimm, wenn ich durch Hilfszügel herab geriegelte Pferde sehe. Es bedeutet nicht automatisch, dass die Pferde dann auch wirklich gesund und korrekt laufen. Vielfach bringen Verschnürungen auch Verspannungen mit sich, da sich die Pferde nicht mehr so bewegen können, wie es ihnen von Mutter Natur gegeben wurde.

 

Mir ist es sehr wichtig, dass sich Pferde natürlich bewegen können. Pferde merken schnell, dass das Gehen unter dem Spannungsbogen für sie bequemer ist. Sie begeben sich dann automatisch in diese "korrekte" Position. Der Spannungsbogen baut sich dabei von hinten nach vorne durch das Pferd hindurch auf. Er beginnt mit einer aktiv untertretenden Hinterhand und endet beim Kopf nahe an der waagrechten Verlängerung der Brust. Dies kennt man oft auch unter dem Begriff "Dehnungshaltung" aus der Légèreté.

 

Um die Dehnungshaltung zu erreichen, kann man das Pferd gut vorwärts schicken, sodass es beginnt aktiver Unterzutreten. Oft kommt beim schneller werden aber der Kopf hoch.. Wichtig ist dann, das Pferd weiter laufen zu lassen, damit der Kopf wieder nach unten kommen kann. Manchmal muss man einfach an etwas dran bleiben können, um zu seinem Ziel zu gelangen. Dies gilt für Mensch und Pferd.

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